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Wann du Billigflüge buchen solltest, um weniger zu zahlen: was die Daten wirklich sagen

Wie früh du buchen solltest, ob der Wochentag eine Rolle spielt und wie sich die Preise bei Ryanair, Wizz Air, easyJet und anderen Billigairlines in der Hochsaison und last minute verändern. Mit Quellen und ohne Mythen.

Aktualisiert am 18. September 2026

Der Monatskalender in einem aufgeschlagenen Planer, daneben ein Textmarker
Foto: Estée Janssens · Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keinen magischen Tag, der für alle gilt: Seriöse Studien nennen unterschiedliche Zeitfenster und widersprechen sich teilweise.
  • Bei Billigairlines steigt der Preis, je mehr Plätze verkauft sind: In den letzten Tagen vor dem Abflug wird es meist deutlich teurer.
  • Für die gefragtesten Termine (Sommer, Weihnachten, Ostern, Schulferien, Brückentage) lohnt es sich, früher zu handeln; in der Nebensaison hast du mehr Spielraum.
  • Der Tag, an dem du buchst, spielt kaum eine Rolle. Viel wichtiger sind wann du fliegst, also Wochentag und Saison.
  • Die besten Angebote tauchen auf und verschwinden schnell: Statt den richtigen Moment zu erraten, musst du sie rechtzeitig bemerken.

Wie Billigairlines ihre Preise machen

Ryanair, Wizz Air, easyJet, Vueling, Volotea und Transavia arbeiten mit dynamischer Preisgestaltung: Jeder Flug hat eine bestimmte Zahl an Plätzen, die stufenweise zu steigenden Preisen verkauft werden. Ist die günstigste Stufe ausverkauft, springt der Preis auf die nächste. Füllt sich ein Flug langsamer als erwartet, kann der Preis auch sinken.

Eine Studie von Alderighi, Nicolini und Piga mit Ryanair-Daten hat genau das gemessen: Jeder zusätzlich verkaufte Platz auf einem Flug ging im Schnitt mit einem Tarifanstieg von etwa 3 % einher. In derselben Studie sanken die Preise bis etwa zehn Tage vor dem Start leicht und stiegen in den letzten Tagen dann sprunghaft um 50–75 %. Die Daten sind allerdings schon einige Jahre alt: Sieh sie als Beschreibung des Mechanismus, nicht als genauen Kalender.

Eine weitere Untersuchung zu Ryanair (Malighetti, Paleari und Redondi) ergab, dass die Rabatte für frühes Buchen dort größer sind, wo mehr Wettbewerb herrscht. Übersetzt: Auf Strecken, die mehrere Airlines fliegen, gibt es mehr Gelegenheiten.

Wie früh buchen: was die Studien sagen

Hier die meistzitierten Zahlen. Beachte, dass fast alle aus dem US-Markt stammen oder von Tickets, die über Reisebüros und Portale verkauft wurden, nicht von den Websites europäischer Billigairlines: Sie sind nützliche Hinweise, keine Regeln.

QuelleWas gemessen wurdeWas herauskam
Alderighi, Nicolini, PigaRyanair-TarifeLeicht sinkende Preise bis etwa 10 Tage vorher, danach starke Anstiege in den letzten Tagen
Google Flüge (2022)5 Jahre Preisdaten, vor allem aus den USAKaum Unterschied zwischen den Buchungstagen; Abflüge von Montag bis Mittwoch günstiger als am Wochenende
Kayak (2026)Suchen auf kayak.com, 2025–2026„Dienstags ist es billiger“ stimmt nicht; die Ergebnisse zur Vorlaufzeit schwanken stark je nach Reiseart
Expedia und ARC (2026)Über Reisebüros und Portale verkaufte TicketsBei internationalen Flügen ist Buchen innerhalb von etwa 45 Tagen besser als sechs Monate vorher; der Buchungstag macht nur wenige Prozentpunkte aus
Which? (2025)Offizielle britische Daten zu FlugpreisenIm August kosten Flüge im Schnitt deutlich mehr als im Januar, und der Abstand ist seit der Pandemie gewachsen

Wie du siehst, passen die „idealen“ Zeitfenster nicht zusammen: Manche nennen ein paar Wochen, andere ein paar Monate. Einig sind sich alle in einem anderen Punkt: Zu kurz vor dem Abflug zahlst du mehr, und in der Hauptsaison sind die günstigen Plätze schneller weg.

Eine praktische Faustregel für Billigairlines

  • Nebensaison, flexible Termine: Du musst nicht Monate im Voraus buchen. Behalte die Preise ab einigen Monaten vorher im Blick und kauf, sobald ein Tarif in dein Budget passt.
  • Hauptsaison und Feiertage: Sommer, Weihnachten, Silvester, Ostern und Schulferien sind früh voll. Warten lohnt sich hier selten: Fang an zu schauen, sobald die Flugpläne der Saison veröffentlicht sind.
  • Last minute: Auf einem halbleeren Flug kann der Preis mal fallen, aber das ist die Ausnahme. In den letzten Tagen sind normalerweise nur noch die teuersten Stufen übrig.
  • Warte nicht auf den „perfekten“ Preis: Wenn ein Tarif für dich passt, ist es ein guter Preis. Wer länger wartet, findet oft nur noch höhere Tarife.

Saisons, Ferien und Brückentage

Ein Wandkalender mit einigen Daten, die mit Pinnnadeln markiert sind
Foto: Towfiqu barbhuiya · Unsplash

Am stärksten wirkt sich auf den Preis nicht aus, wann du buchst, sondern wann du fliegst. Laut der britischen Verbraucherorganisation Which?, die offizielle Daten aus Großbritannien ausgewertet hat, kosten Flüge im August im Schnitt deutlich mehr als im Januar, und der Abstand zu den ruhigen Monaten ist in den letzten Jahren gewachsen.

  • Die ruhigsten Monate für Kurzstreckenflüge in Europa sind laut derselben Auswertung meist Januar, November und März (ohne Ostern).
  • September schlägt Juni und August bei vielen Badezielen: Es ist noch warm und die Nachfrage sinkt.
  • Schulferien unterscheiden sich von Land zu Land, manchmal sogar von Region zu Region. Ein Ziel kann sehr teuer sein, solange dort Ferien sind, und eine Woche später ruhig.
  • Brückentage und nationale Feiertage treiben die Preise sowohl für Flüge ab deinem Flughafen als auch für Flüge in das Land, das feiert: Prüfe beide Kalender.
  • Der Abflugtag zählt: Flüge unter der Woche kosten oft weniger als am Freitag und Sonntag.

Mythen über den richtigen Zeitpunkt

  • „Dienstags sind Tickets billiger“: Google Flüge fand Unterschiede von unter 2 % zwischen den Buchungstagen, und Kayak nennt es schlicht falsch. Die Auswertungen von Expedia nennen jedes Jahr einen anderen Tag, immer mit kleinen Unterschieden.
  • „Wenn du oft suchst, steigt der Preis für dich“: Eine Studie der Europäischen Kommission mit simulierten Käufen fand keine Belege für systematisch personalisierte Preise. Die Preise ändern sich oft, weil Plätze verkauft werden, nicht weil man dich erkannt hat.
  • „Je früher du buchst, desto weniger zahlst du, immer“: Stimmt nicht. In den Ryanair-Daten konnten die Preise in den Wochen vor dem Abflug etwas sinken, und manche Studien sehen den Tiefpunkt nur wenige Wochen vor dem Flug.

Flash Sales und Rabattaktionen

Billigairlines starten regelmäßig zeitlich begrenzte Angebote, oft für ein oder zwei Tage und ohne Vorankündigung. Mal geht es um weit entfernte Termine, mal sollen Flüge gefüllt werden, die sich schlecht verkaufen. Es ist gut, sie zu kennen, aber verlass dich nicht darauf: Du weißt weder, wann sie kommen, noch für welche Strecken.

Weil sich die Preise ständig ändern und günstige Plätze schnell weg sind, ist die verlässlichste Methode nicht, den richtigen Tag zu erraten, sondern dich benachrichtigen zu lassen. Mit FlyDown richtest du einen Preisalarm mit Flughäfen, Reisezeitraum und Budget ein und bekommst eine Nachricht, sobald ein Flug unter den Betrag fällt, den du gewählt hast.

Zusammengefasst

  1. Buche nicht erst in den letzten Tagen: Bei Billigairlines ist das fast immer die teuerste Wahl.
  2. Für Sommer, Feiertage und Schulferien: früh dran sein.
  3. In der Nebensaison hast du Zeit: Beobachte die Preise und entscheide in Ruhe.
  4. Vergiss den Wochentag, an dem du buchst; wähl lieber den Tag, an dem du fliegst, mit Bedacht.
  5. Leg zuerst dein Budget fest und kauf, wenn der Preis passt.
  6. Richte einen Preisalarm ein, damit dir kein Flash Sale entgeht.

Quellen

Quellen abgerufen im September 2026. FlyDown ist mit den genannten Airlines nicht verbunden: Die Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern.